Erfahrungsberichte zu Blumenzwiebeln
Tulpomania in Holland
Matthias H. aus Remscheid
Seit ich letztes Jahr auf dem Keukenhof in Holland war, bin ich von der Tulpomania befallen – die größte Freiland-Gartenschau der Welt bei Amsterdam ist das Mekka eines jeden Zwiebel-Blumen-Fans – in Holland auch Knollen genannt – jeder Tulpen-Gläubige sollte mindestens einmal im Leben zur Tulpen-Blüte zum Keukenhof reisen. Im April ist dort Tulpen-BLüh-Saison von über 4 Millionen Tulpen auf 32 ha Fläche, das ist ein Farbenmeer ohne gleichen! Besonders fasziniert mich die skurile Tulpen-Episode aus der niederländischen Geschichte als zwischen 1634 und 1637 sogar auf die Farben von Tulpen gewettet wurde – mit Beträgen, die den Wert von Grachtenhäusern in Amsterdam erreichen konnten – das war die Zeit der Tulpomania, die es also tatsächlich gab. Die Tulpomania löste letztendlich sogar einen Börsencrash aus, der Tulpen-Züchterei in Holland tat aber selbst dies keinen Abbruch.
Zu Hause in meinem Garten habe ich mir inzwischen auch kleine, symmetrisch ausgerichtete Tulpenfelder angelegt mit meinen Lieblings-Tulpen-Sorten: Lucky Strike, Monte Carlo, Pinocchio, Washington und Claudia.
Blumenzwiebeln – so war mein erstes Mal
Björn S. aus Alpschlecht, Kreis Traunstein
Letztes Jahr haben meine Frau Valeria und ich mit unseren Zwillingen Celia-Rosaria und Sven-Florian ein kleines Häuschen mit eigenem Garten bezogen. Bis dahin hatte ich keinerlei Erfahrung mit der Bewirtschaftung eines eigenen Gartens – sogar die Plastik-Palme war mir eingegangen – aber da Valeria sich die Fingernägel nicht abbrechen wollte, musste ich mich wohl oder übel mit der Gestaltung unseres neuen Gartens befassen: So fuhr ich zu Sigi’s Blumengarten in Reit im Winkel an der Schwimmbadstr. und ließ mich beraten. Sigi empfahl mir vor allem Pompon-Dahlien, Papagei-Tulpen, gefranste Crispa-Tulpen, Engelstränennarzissen und Blauzungen-Lauch, um nicht nur die Valli, sondern auch meinen polnischen Garten-freak-Nachbarn, den neidischen Grischa G. zu beeindrucken. Ich machte mir schon Sorgen, ob die ganzen Lilien, Narzissen und Schokoladenblumen überhaupt in meinen Hyundai passen würden, da kam der Sigi mit ein paar Säcken um die Ecke, wo so alte dreckige Zwiebeln drin waren – ich wollte mich gerade über die verschrumpelten, dreckverkrusteten Zwiebeln beschweren, da hat der Gärtner-Sigi mir erklärt, dass das Blumenzwiebeln seien, die man einfach in die Erde setzt und wartet bis prächtige Gladiolen, farbenfrohe Tulpen und niedliche Schneeglöckchen daraus erwachsen würden. Gesagt, getan, das einzige Problem war nur, dass unser Hund Timmi diese Zwiebel-Dinger immer ausgraben wollte…aber das haben wir verhindert, denn die Nachbarstochter Kim ist dann mit Timmi immer spazierengegangen, wenn ich am Blumenzwiebeln einbuddeln war – da hat der Timmi das dann nicht mitbekommen – und da der Timmi auch nicht so helle ist, hat der die Blumenzwiebeln auch später nicht mehr gefunden. Inzwischen blüht und gedeiht es prächtig in unserem Garten – vor allem Dank der wundersamen Blumenzwiebeln. Daran, dass ich die Blumenzwiebeln von Dahlie, Lilie, Gladiole und Tulpe jeden Herbst alle ausgraben und im Frühjahr wieder eingraben muss, habe ich mich längst gewöhnt und Timmi, der Hund, hilft mir dabei…