Märzenbecher

Märzenbecher

Märzenbecher ist einer der vielen Namen der Frühlings-Knotenblume. Weitere geläufige Namen für diese Pflanze sind Märzbecher und Großes Schneeglöckchen (lat. Leucojum vernum). Zur Gattung Leucojum gehört auch noch die Sommer-Knotenblume, die jedoch mit dem Märzenbecher kaum verwechselt werden kann, zumal sie zu verschiedenen Zeiten blühen.

Der Märzenbecher ist eine krautige, ausdauernde Pflanze und erreicht Wuchshöhen bis zu 30 cm. Der Geruch der Blüte ist dem eines Veilchens ähnlich. Als Überdauerungsorgane werden unterirdische Zwiebeln ausgebildet, die etwa 2 cm dick sein können. Er zählt zur Gruppe der vorsommergrünen Pflanzen, da er bereits im Frühsommer die Laubblätter einzieht. Die Blütezeit ist je nach Region und Witterung Ende Februar bis Anfang Mai. Die Blüten sind weiß gefärbt und glockenförmig und duften sehr schön. Sie hängen zumeist einzeln aber auch schon mal zu zweit am Blütenstandschaft. Die Blüte selbst wird von sechs fast gleich langen Perigonblättern gebildet.

Beheimatet war die Pflanze ursprünglich in südeuropäischen Laubmisch- und Auenwäldern, wurde aber mittlerweile auch in Mitteleuropa und Nordamerika eingebürgert. Der Märzenbecher ist streng geschützt und es gibt in Deutschland nur wenige Gebiete, in denen er wild wächst. Nährstoffreiche, feuchte und mäßig saure Lehm- und Tonböden werden als Standorte bevorzugt. Auch ist er in nährstoffreichen Nasswiesen anzutreffen. Der Märzenbecher tritt in Gruppen auf, selten jedoch bildet er größere Bestände. Die Rote Liste der Bundesartenschutzverordnung weist ihn als besonders gefährdet und geschützt aus. Entwässerung, Wiederaufforstung oder Umwandlung von ehemals naturnahen Wäldern und Trockenlegung von Moorflächen haben die Lebensräume für den Märzenbecher limitiert. Sammler und Wildverbiss reduzieren ebenso die Bestände. Durch eingelagerte Alkaloide wie Galantamin und Lycorin ist die gesamte Pflanze giftig.